Fragen zur Grundschule

Häufige Fragen zur Montessori-Pädagogik:

Welchen Stellenwert hat die soziale Erziehung, wenn der Individualisierung so viel Raum gegeben wird?

Die Schüler/innen lernen in einem Gruppenverband, der sich jährlich neu zusammensetzt. Jedes Mal bleiben die Schüler/innen des gleichen und eines weiteren Jahrgangs zusammen. Die ältesten Schüler/innen der Gruppe wechseln zur nächsten Stufe. So sind die Schüler/innen innerhalb der Gruppe je einmal die Jüngsten, die Mittleren und die Ältesten. Sie lernen so, von anderen  Schüler/innen Hilfen anzunehmen oder sie zu unterstützen. Sie sind sowohl Vorbilder als auch Orientierungssuchende. Zudem laden viele Materialien zur Partner- oder Gruppenarbeit ein. Und auch in der kosmischen Erziehung und im Fachunterricht lernen die Schüler/innen in Gruppen.

Wird auch Leistung gefordert, oder wählen die Schüler/innen immer frei, was sie tun?

Das leitende pädagogische Prinzip der Montessori-Pädagogik ist die "Freie Wahl". Durch Beobachtung wissen die Pädagogen/innen stets, was die Schüler/innen tun. Es gehört zu den Pflichten, den Schüler/innen passende Lerninhalte anzubieten, wenn diese selbst noch nicht zur sinnvollen "Freien Wahl" fähig sind. In der Montessori-Grundschule geben wir den Schülern/innen über eine detaillierte Lerndokumentation in den Kernfächern, die Möglichkeit zur strukturierten Wahl und weisen die Erfüllung der Kerncurricula nach. Wir benoten ab dem 3. Schuljahr die Leistungen der Schüler/innen.
Weshalb gibt es in den Schulräumen so viele offene Regale?

Die sogenannte vorbereitete Umgebung ermöglicht den Schüler/innen die Auswahl der Materialien, für die sie sich interessieren. Die ästhetisch ansprechenden Materialien fordern die Aktivität der Schüler/innen heraus und ermöglichen jederzeit den Zugang zu allen in den jeweiligen Jahrgängen geforderten Lerninhalten.

Wie wird Sachkunde unterrichtet?

Im Fach Sachkunde erfahren die Schüler/innen die Zusammenhänge Ihrer Welt, forschen und experimentieren zu einem Thema und erlernen Präsentationsmethoden. Die großen Erzählungen zu Beginn der Schulzeit berichten von der Entstehung der Welt, des Tierreiches, des Menschen sowie der Schrift, der Zahlen und der Mathematik. Weiter erfahren die Schüler/innen die Grundlagen der Geografie, Biologie und der  Anatomie des Menschen. Mit diesen weit vernetzten Inhalten gehen die Montessori-Grundschulen weit über das in den Curricula verlangte Wissen hinaus und ermöglichen den Schülern/innen ein umfangreiches Weltverständnis und regen zu größerer Neugier an.
Welche Kinder werden in die Montessori-Grundschule eingeschult?

Schulpflichtige Kinder, die in eine der üblichen Grundschulen eingeschult werden könnten, können auch die Montessori-Grundschule besuchen, wenn sich ihre Eltern für selbstständiges und verständnisintensiveres Lernen entscheiden.

Gern beantworten wir auch ihre Fragen zur Montessori-Pädagogik.

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