Schulprogramm

Das Schulprogramm der Integrierten Gesamtschule stellt eine Konkretisierung des Schulkonzepts und des Leitbildes dar. Im Gegensatz zum Leitbild und zum Konzept, welche eine grundlegende Ausrichtung und die ideologische und pädagogische Überzeugung repräsentieren, wird im Schulprogramm die konkrete Umsetzung dargelegt. Es werden Maßnahmen und pädagogische Mittel vorgestellt, welche Anwendung finden und in welcher Hinsicht sie zum Erreichen der gesteckten Ziele dienen.

Basierend auf der Bedeutung des Schulprogramms ist es essentiell, dass dieses in regelmäßigen Abständen evaluiert wird. Die Gegebenheiten von Schule, die Ansprüche von und an Schulen sowie die Rahmenbedingungen ändern sich stetig und so ergibt sich die Notwendigkeit der Überarbeitung und Aktualisierung. Des Weiteren dient das Schulprogramm der Formulierung von Entwicklungszielen (unterrichtlich und außerunterrichtlich) für einen Zeitraum von 1.-2. Schuljahren. Somit erfolgt in regelmäßigen Abständen eine retrospektive Betrachtung des Programms sowie der gesteckten Ziele.

Im Hinblick auf die Neugründung der IGS, steht die Ausarbeitung bzw. Evaluation verschiedener Konzepte, sowie außerunterrichtlicher Projekte im Fokus. Im vorliegenden Programm erhalten Sie Informationen zu den Bereichen „Förder- und Forderkonzept“, „Berufsorientierung“, „Arbeitsgemeinschaften (AGs)“ sowie „Austauschprogramme/Partnerschulen“. Basierend auf dem derzeitigen Status Quo enthalten die Ausführungen Ausblicke und Realisierungsvorhaben für jeden genannten Bereich.
Für alle Schüler/innen werden Entwicklungspläne geführt. Diese dienen als Grundlage für Förderpläne, sollte ein spezieller Förderbedarf durch die Lehrkräfte ermittelt werden.

Der hauptsächliche Fokus von Förderung liegt in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch und ist vor allem durch das vermehrte Auftreten von Dyskalkulie und Lese-Rechtschreibschwäche (bzw. Legasthenie) begründet. Im Zuge der Ausarbeitung des Konzeptes ist eine verstärkte Einbindung der Lernbüros und AGs sowie eine verstärkt differenzierte Unterrichtsgestaltung geplant. Entsprechende Maßnahmen werden auch zur Forderung leistungsstarker Schüler/innen durchgeführt.

Die Förderung von Schüler/innen mit begutachtetem Förderbedarf (Lernen oder Emotional-soziale-Entwicklung) wird über einen Erlass der Niedersächsischen Landesschulbehörde geregelt.
https://www.landesschulbehoerde-niedersachsen.de/bu/schulen/paedagogische-psychologische-unterstuetzung/mobile-dienste/erlass-sonderpaedagogische-foerderung/view
In den Stundenplänen aller Klassen der Jahrgänge 5-8 fest verankert, bieten wir in zwei zusätzlichen Wochenstunden Lernbüros für die Hauptfächer Deutsch, Mathematik und Englisch an.
Hier findet eine Förderung statt indem Grundwissen fokussiert und weiter ausgebaut wird. Unterstützende Maßnahmen im Sinne der Forderung von leistungsstarken Schüler/innen werden realisiert, indem zusätzliche Aufgaben zum regulären Lehrstoff geboten werden. Während derzeitig eine wöchentlich wechselnde Einteilung über die Selbsteinschätzung der Schüler/innen erfolgt, soll mittelfristig die Einteilung über die Fachlehrkräfte für einen längeren Zeitraum von ca. 6-8 Wochen entschieden werden.

Um die Förderung und Forderung hierbei weiter auszubauen, sollen außerdem die Lernbüros in der Gruppengröße verkleinert werden. Dies soll über die Einrichtung eines weiteren, fächerübergreifenden Lernbüros ermöglicht werden, welches im Sinne der Neigungsorientierung der Schüler/innen eine Unterstützung bei der Bearbeitung von unterrichtsbezogenen Aufgaben oder weiterführender Aufgaben / Interessen bietet.

Seit dem Schuljahr 2018/19 wird in den Gremien der Schule zu der Individualisierung von Lernprozessen gearbeitet bzw. der Bewältigung dieser Aufgabe ein noch höherer Stellenwert als bisher eingeräumt. Die Entwicklung individueller Fähigkeiten und die Ausbildung einer verantwortungsbewussten Persönlichkeit sowie die Unterstützung aller Schüler/innen, entsprechend ihrer Möglichkeiten und ihres Leistungsstandes, stehen dabei im Mittelpunkt.

Unterricht, Beratung und Dokumentation sind zentrale, ineinandergreifende Elemente, deren wirksames Zusammenspiel Voraussetzung für erfolgreiche Förderung und Forderung ist. Wesentliche Bestandteile unseres Förderkonzeptes sind daher das individuelle Lernen, das Logbuch und die Beratung bzw. Dokumentation.

In der Unterrichtsorganisation wird ein Wechsel von lehrerzentriertem Unterricht zu einem schülerzentrierten, individualisierten Unterricht intendiert. Individualisiertes Lernen wird ermöglicht, indem die Schüler/innen in ihren eigenen Lerntempo und ggf. an gesonderten Leistungsstand, an entsprechenden Aufgabenformaten arbeiten. Dabei greifen wir auf differenzierende Lehrwerke zurück und erarbeiten darüber hinaus auch eigene Lehr- und Unterrichtsmaterialien.

Die Beratung innerhalb des Förder- und Forderprozesses wird durch eine fortlaufende Dokumentation (Förderpläne, Forderpläne, Logbuch) und regelmäßigen Austausch zwischen Eltern, Lehrer und Schüler/innen durchgeführt (Förderkonferenzen, Entwicklungsgespräche und Elternsprechtage).

Ein schulinterner Lehrplan wurde entwickelt und wird in allen Fächern umgesetzt. Darin findet sich die Kompetenzorientierung aus den niedersächsischen Kerncurricula wieder. Außerdem sind die Ziele der Schule in Bezug auf das individuelle Lernen, die Binnendifferenzierung und das fächerübergreifende, methodische Arbeiten darin berücksichtigt.

Das Logbuch besteht aus einem DIN A4-Ringbuch und vorgefertigten Blättern. Es ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Lernzeit an unserer Schule. Daher wird es während der gesamten Schulzeit verpflichtend von den Schüler/innen geführt. Im Logbuch werden unter anderem wichtige Termine, Mitteilungen, aktuelle Themen und Arbeits- und Übungsaufgaben eingetragen sowie Rückmeldungen zur Lernentwicklung in den einzelnen Fächern gesammelt. Es dient den Schüler/innen als Leistungsnachweis und als wichtige Grundlage für Beratungen sowie Elterngesprächen.

Dokumentation und Beratung der individuellen Lernentwicklung

Bisher konnten der individuelle Förder- bzw. Forderplan mündlich besprochen werden. Mit dem angestrebten Zuwachs der Schule, soll das Förder- und Forderprogramm konzeptionell gestärkt und für jede Schülerin / jeden Schüler individuell verschriftlicht werden. Damit streben wir kurzfristig an, individuelle Förder- und Forderpläne schriftlich anzufertigen und regelmäßig zu aktualisieren. Es soll hierin eine lückenlose Kommunikation und Dokumentation über die Lernziele und Lernfortschritte ermöglicht werden.
Ab Klasse 9 ist, gemäß den Vorgaben des Landes Niedersachsens für die Schulform IGS, eine äußere Differenzierung in den Haupt- bzw. Kernfächern vorgesehen und wird von uns ab dem Schuljahr 2019/2020 durch das Angebot von G- und E-Kursen in den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch gewährleistet. In den G-Kursen wird auf einem grundlegenden Basisniveau gearbeitet und gelernt, während der Unterricht in den E-Kursen auf einem erweiterten Niveau stattfindet. Selbstverständlich wird innerhalb dieser Kurse weiterhin binnendifferenziert unterrichtet, um eine bestmögliche „Förderung und Forderung“ bzw. Differenzierung zu erreichen.
schulprogramm berufsorientierung

Die Berufs- und Studienorientierung (kurz: BO) an der Freien Schule Oldenburg ist derzeit noch in der Planungsphase. Die bereits bestehenden Inhalte beziehen sich auf die Teilnahme am Zukunftstag und die halbjährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche. Auch wenn die Inhalte der BO hauptsächlich dem Fach AWT (Wirtschaft) zugeordnet werden, ist die BO laut Erlass des Landes Niedersachsen als eine Querschnittsaufgabe zu verstehen: verschiedene Fächer wie z.B. Mathematik, Deutsch, Englisch oder Werte und Normen tragen dazu bei, dass der Übergang von der Schule in die Berufswelt erfolgreich gelingen kann. So wird im Deutschunterricht z.B. das Schreiben von Lebensläufen oder im Fach Werte und Normen die Reflexionsfähigkeit im Hinblick auf eigene Lebensentscheidungen trainiert. Ab Klasse 8 bzw. 9 soll ein Kompetenzfeststellungsverfahren (z.B. Profil AC) durch dafür ausgebildete Lehrkräfte in der Schule durchgeführt werden. Spätestens ab Klasse 9 nehmen die Schüler/innen an einem mehrwöchigen Betriebspraktikum teil. Die Freie Schule Oldenburg bietet seit dem Schuljahr 2018/19 eine Schülerfirma als Übungsfeld für das spätere Berufsleben an: Hier können die Schüler/innen den kompletten Unternehmensablauf von der Beschaffung, über die Produktion bis hin zum Absatz kennenlernen und sich als Akteure im Wirtschaftsgeschehen erproben.

Für die Schüler/innen ab der 6. Klasse bieten wir die Möglichkeit an, einer einwöchigen Kursfahrt nach Cádiz teilzunehmen, wo wir Kontakte zu dem privaten Oberstufengymnasium „Colegio los Salesianos“ haben. Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit der Sprachschule „Mundolengua“ (www.mundolengua.com), wodurch unsere Schüler/innen, während ihres Aufenthaltes die Möglichkeit haben an einem fünftägigen Intensivsprachkurs teilzunehmen, in dem sie bei Bedarf auch auf die international anerkannte Dele-Sprachprüfung vorbereitet werden. Vor Ort sind die SuS in spanischen Gastfamilien untergebracht, so dass sie einen direkten Einblick in die spanische Kultur und Sprache, sowie die Lebensgewohnheiten erhalten.

Auch für die anderen Fremdsprachen Französisch und Englisch werden entsprechende Austauschprogramme angestrebt.

Partnerschulen:

Unsere Schule ist seit dem Schuljahr 2018/2019 im internationalen Partnerschulennetz registriert. Wir streben insbesondere an, zeitnah mit spanischen und französischen Partnerschulen zusammenzuarbeiten. Des Weiteren ist es unser Ziel die Partnerschulen auch fächerübergreifend arbeiten zu lassen, sodass die SuS z.B. an internationalen Projekten mitwirken können.

An unserer IGS finden einmal wöchentlich im Nachmittagsunterricht AG´s statt, um unseren Schüler/innen ein breites Spektrum an Lernangeboten zu ermöglichen. Dieser Unterricht findet jahrgangsübergreifend statt. Außerdem bietet sich hier die Möglichkeit auch außerschulische Lernorte miteinzubeziehen. Bislang wurden AG´s, wie Reiten, Umwelt, Philosophie, Griechisch, Logik und musikalische Angebote, wie Songwriting angeboten. Die Schüler/innen können hier mitentscheiden und ihre AG selber wählen. Außerdem forcieren die kleinen Lerngruppen die individuellen Stärken der Schüler/innen und versuchen diese durch Aufgabenverteilungen zu fördern.

Kulturelle Bildung

Der Fachbereich Musik fördert die kreativen Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Schüler/innen und erweitert das Wissen auf kulturellen, gesellschaftlichen und historischen Ebenen. Hierzu werden über den Unterricht hinaus des Öfteren schulinterne- und externe Musikprojekte angeboten. Bisher konnte die Schule einen Hip Hop Workshop in Kooperation mit dem Verein Deluxe Kidz e.V. anbieten und einen Trommelworkshop mit dem professionellen Percussionist Pascal Koulahi.



Hier können Sie eine Informationspräsentation zur IGS herunterladen.

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